Im kleinsten Land der Welt befindet sich die weltweit legendärste Decke und die größte Kirche. Ihr Führer zu den unverzichtbaren Sehenswürdigkeiten des Vatikans in Rom.

Es lohnt sich, für die Geheimnisse der Vatikanstadt, die im Verlauf mehrerer Jahrhunderte von der römisch-katholischen Kirche errichtet und von den renommiertesten Künstlern Italiens verschönert wurde, hierher zu kommen.

Im Petersdom gibt es einen Dresscode für Besucher. Somit tun Sie gut daran, sich entsprechend zu kleiden, bevor Sie einen Ausflug in die Vatikanstadt machen: Knie und Schultern müssen bedeckt sein. Vermeiden Sie daher das Tragen von Shorts, kurzen Röcken und ärmellosen Tops. Vergessen Sie außerdem vor dem Betreten der Basilika nicht, Ihren Hut abzunehmen. Bitte beachten Sie, dass die meisten katholischen Kirchen in Rom erwarten, dass Besucher dieselben Richtlinien befolgen.

Petersplatz

Sie werden beeindruckt sein angesichts der Größe der im 17. Jahrhundert geschaffenen Piazza di Pietra (Petersplatz), über den Sie Ihr Weg zum Petersdom führt. Der Petersplatz, auf dem 300.000 Menschen Platz haben, wurde unter dem Pontifikat des Papstes Alexander VII errichtet und vom legendären Bernini entworfen. Der Platz an sich ist schon ein Kunstwerk. So stehen dort rund 300 dorische Säulen, 140 Heiligenstatuen und ein antiker ägyptischer Obelisk, flankiert von eleganten Springbrunnen. An Sommertagen kann die Sonne heiß herunterbrennen – vergessen Sie daher nicht auf Ihren Sonnenhut, Wasser und eine Sonnencreme.

Petersdom

Der Petersdom ist nicht nur die weltweit berühmteste katholische Kirche. Als Kultstätte des heiligen Petrus, eines der zwölf Apostel (der als der erste Papst gilt), zählt der Petersdom zu den wichtigsten heiligen Stätten des Christentums. Dieses ursprünglich im Jahr 324 vom Kaiser Konstantin errichtete Bauwerk wurde im 16. Jahrhundert neu gebaut. Nehmen Sie sich mindestens eine Stunde Zeit, um den Anblick von Meisterwerken wie Michelangelos hoch emporragender Kuppel bis hin zum barocken Baldacchino von Bernini oberhalb des Altars zu genießen. Und wenn Sie bislang noch keine Statue zu Tränen rühren konnte, dann haben sie vielleicht noch nicht die Pietà von Michelangelo gesehen. Seine Darstellung von Maria, die den sterbenden Jesus umarmt, wirkt so realistisch, dass man kaum glauben möchte, dass sie nur aus Stein ist.

Das Vatikanmuseum

Eines der besten Museen, um sich zu verirren. Die umfangreichen Kunstsammlungen im Vatikanmuseum machen jenen des Louvre harte Konkurrenz. So erstrecken sie sich über kunstvolle Säle und Galerien vom Belvedere bis zum Vatikanpalast. Durchforsten Sie eine riesige Galerie von Karten aus dem 16. Jahrhundert, aus der Zeit, als das Museum gegründet wurde, und verpassen Sie nicht die atemberaubenden Statuen des Museo Pio-Clementino, oder die Stanze di Raffaello – vier Räume mit Fresken von Raphael. Auch die Tonführung ist faszinierend und lohnt sich.

Die Sixtinische Kapelle

Wenn Sie nur eine Stunde in der Vatikanstadt verbringen können, steuern Sie direkt auf die Sixtinische Kapelle zu. Vielleicht haben Sie schon Nachbildungen der Ikonenbilder gesehen, aber in der sixtinischen Kapelle zu stehen, ist einfach nur atemberaubend. Michelangelos beeindruckende Deckenfresken, die zu den angesehensten Kunstwerken der Geschichte zählen, stellen die dramatischsten Ereignisse aus der Bibel dar – von der Sintflut über Adam und Evas Verbannung aus dem Paradies. Verharren Sie ein Weilchen am Haupteingang und verschaffen Sie sich ein Gesamtbild, bevor Sie Michelangelos Giudizio Universale (Das jüngste Gericht) und Fresken aus dem 15. Jahrhundert von Botticelli und Perugino bewundern. Machen Sie sich selbst im kältesten Winter auf Menschenmassen gefasst.

Castel St Angelo

Besuchen Sie das Castel, um prunkvolle Räume, herrliche Aussicht, Renaissance-Kunst und mittelalterliche Relikte zu bestaunen. Das Castel St Angelo kann zwar nicht mit dem Vatikan-Museum mithalten, punktet aber mit seiner Atmosphäre. Diese 123 v.Chr. als Grabstätte des Kaisers Hadrian errichtete Burg diente auch als Militärstützpunkt, Gefängnis und päpstliche Festung. Den Opernfans emfehlen wir, einen Abstecher auf die Terrasse zu machen und einen Takt aus Puccinis Tosca zu singen, und den Puccini-Fans im Speziellen, sich an jene Stelle zu begeben, von der aus die Protagonistin am Ende ihren tragischen Sprung vollzieht.

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