Kein Wunder, dass die deutsche Hauptstadt dank ihrer Museen weltweites Renommee genießt: Sogar eine Insel ist den Museen gewidmet.

Die Berliner Museumsammlung kann (wenn auch nicht von der Größe her) mit ihren eindrucksvollen Werken problemlos mit jenen in Paris, London oder New York mithalten. Warum? Die Deutschen – insbesondere im 19. Jahrhundert – waren unermüdliche Forscher, die überallhin reisten, Dinge ausgruben und sie nach Hause mitnahmen, während nur wenig andere den Wert der Sammelgegenstände begriffen. Und dann ist da noch die reichhaltige Berliner Geschichte des 20. Jahrhunderts.

Wenn Sie nur ein paar Tage in Berlin haben, wie kuratieren Sie dann Ihre eigene Museumskollektion? Machen Sie sich am besten auf zur Museums-Insel am Fluss Spree.

Das Pergamon-Museum

Das Pergamon-Museum ist der große Vater der Berliner Kunstsammlungen und ist den Wundern der Antike gewidmet. Die meisten Besucher suchen hier vor allem nach großen Modellen, die eine Mischung aus Original und Nachbauelementen darstellen: den Pergamon-Altar mit Kampfszenen zwischen Riesen und olympischen Göttern, der Genickstarre bewirkende zweistöckige römische Markttor von Milet und das schimmernde blau-ockerfarbene verflieste Tor von Ishtar. Keineswegs verpassen sollten Sie auch die neuere 14-räumige Kollektion islamischer Kunst.

Das Neue Museum Berlin

Das Neue Museum ist in Wirklichkeit sehr alt, aber was es heute hier zu sehen gibt, ist eine wunderbar zugängliche neue Rekonstruktion einer verkohlten Ruine aus dem Zweiten Weltkrieg, geschaffen vom Architekten David Chipperfield. Zu den unbestrittenen Highlights des Neuen Museums zählt zweifellos die zentral ausgestellte Büste der ägyptischen Königin Nofretete. Diese Skulptur wurde nach ihrer Entdeckung durch deutsche Archäologen im Jahr 1912 zu einem wichtigen Symbol Berlins.

Die Topografie des Terrors

Die Topografie des Terrors, eröffnet im Jahr 2010, am 65. Jahrestag des Zweiten Weltkriegs, wurde am Standort der ehemaligen SS- und Gestapo-Hauptquartiere errichtet, die gegen Ende des Krieges durch Bombenanschläge der Alliierten zerstört wurden. Hier finden Sie schauerliche Ausstellungen (nicht alle für Kinder geeignet), die zeigen, wie die Hitler-Kader die deutsche Gesellschaft immer stärker vereinnahmten, und auch die Gesichter zahlreicher Täter sind hier zu sehen. Mehr als eine Million Menschen haben 2015 die Topografie des Terrors besucht, wodurch diese Ausstellung eines der meistbesuchten Museen in Berlin ist.

Das Jüdische Museum

Eines der am meisten beeindruckenden Museen in Berlin – oder gar der ganzen Welt – erzählt die Geschichte der Hauptopfer der Nazis: der Juden. Im Gegensatz zur Topografie des Terrors aber ist der Fokus des Jüdischen Museums breiter ausgerichtet. Die dauerhafte Multimedia-Ausstellung, die in einem beeindruckenden asymmetrischen Gebäude von Daniel Libeskind untergebracht ist, erzählt die jüdische Geschichte im langen Verlauf der deutschen Geschichte.

Das Beste vom Rest: Berliner Museen

In Berlin gibt es viele weitere wunderbare und sehenswerte Museen, die einer Reihe von Spezialgebieten gewidmet sind:
Das DDR-Museum bietet Einblicke in das Leben zur Zeit des Kommunismus. Hier kann man auch klapprige Trabis und ostdeutsche Alltags-Verbrauchsgüter bewundern. Dieses Museum, das sich im Zentrum Berlins befindet, sollten Sie keinesfalls auslassen.

Im Filmmuseum Berlin wird mithilfe von Requisiten, Kostümen und mehr als 1.000 Filmen die faszinierende Filmgeschichte der Stadt, von den Low-tech-Anfängen bis hin zur großen Weimarer Zeit, Nazi-Pomp und kommunistischer Propaganda, erzählt. Fans des Designs aus der Jahrhundertmitte wiederum werden in den Bauhaus-Archiven ihr Glück finden.

Und um den kindlichen Appetit zu stillen, bietet das Currywurst-Museum mit Kostproben des schmackhaften Berliner Mischkultur-Snacks ein wahres Fest der Gaumenfreuden. Aber auch die maßgeschneiderten Aktivitäten im Labyrinth Kindermuseum und dem Alice-Museum für Kinder – in denen sich die Kinder praktisch betätigen können, lassen keine Wünsche offen!

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